Numisbrief Gotthardpost



Die Gotthardpost

Lange Zeit bildete die Schöllenenschlucht ein unüberwindbares Hindernis auf dem Weg über den Gotthard. Die Begehbarmachung der Schöllenen durch die Twärrenbrücke – einen der senkrechten Felswand entlanglaufenden Steg – sowie die Errichtung der ersten hölzernen Brücke über die Reuss (Teufelsbrücke) und der bis zu drei Meter breite, gekieste oder mit Granitplatten gepflasterte Saumweg verhalfen dem Gotthardpass im 13. Jahrhundert zu einem raschen Aufschwung. Der alte Saumpfad aus dem Mittelalter wurde nach seiner Entstehung abschnittsweise ausgebaut, so dass er ab Ende des 18. Jahrhunderts auch streckenweise von den Kutschen der Gotthardpost genutzt werden konnte.

1830 wurde die neue Gotthardstrasse eröffnet und bereits 1831 rollten 900 Postkutschen über den Pass. Dreimal wöchentlich verkehrte ein Kurswagen in beiden Richtung zwischen Flüelen und Chiasso. Zum Einsatz kamen kleine Einspännerkutschen mit zwei bis drei Plätzen. Die grosse Zeit der Gotthardpost begann jedoch erst 1842, als täglich ein fünfspänniger, zehnplätziger Wagen in beiden Richtungen fuhr. Die Fahrt von Como nach Flüelen dauerte knapp 23 Stunden. Gab es 1835 noch zwei Postverbindungen wöchentlich, fuhr ab 1849 schon ein Doppelkurs täglich. Als 1882 die Gotthardbahn eröffnet wurde, verlor die Gotthardpost über Nacht ihre Bedeutung. Reisende und Güter wurden fortan mit der Bahn durch den neugebauten Gotthardtunnel befördert, so dass die beschwerlichen und gefährlichen Fahrten über den Pass dahinfielen.

Quelle: Wikipedia

 
 

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